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Am anderen Ende ist der Himmel von Theater Sycorax

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Am anderen Ende ist der Himmel (2006)
Premiere am 3. Mai 2006 beim madness & arts worldfestival II
13 Menschen “üben die Welt” und laufen um ihr Leben.

Das Stück
Ist es ein Trainingscamp oder einfach unser aller Agenda? Um einen Erfolgszipfel zu erheischen, sind sie zu allem bereit. Programmiert ist das Coaching für den “Lebenskampf”, die Zeit läuft und Wichtigsein und Wichtigtun wollen gründlich geübt sein. Um im Leben bestehen zu können, muss man mit allen Wassern gewaschen sein ‑ und von allen Engeln verlassen? Mit elementarer Wucht bis zur Erschöpfung wird das Leben ins Visier genommen, Showdown in Western‑Manier und keiner wirft die Flinte ins Korn.

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Aber unter dem Eis tickt noch was; sind die Träume und Wünsche wirklich den Kinderherzen entwachsen? /Ich schreie bis mich einer umarmt und die Hoffnung, dass ein Engel meinen Rücken wärmt, lass ich nicht fliegen./ Mag die Welt auch geteilt scheinen zwischen Erfolgszwang, Funktionieren und der Hoffnung, dass es noch etwas anderes gibt, die Wirklichkeit ist nicht teilbar. Dem Himmel sei Dank und Engel gibt es überall …

Ich lege die Maske ab und besah mich im Spiegel.
Wieder war ich Kind von einst.
Ich hatte mich nicht verändert…
Das ist der Vorteil, wenn man die Maske ablegen kann.
Man ist immer Kind
und in der Vergangenheit,
die das Kind erlebte.
Ich legte die Maske ab und setzte sie wieder auf.
So ist es besser,
so ohne Maske.
Ich kehre zurück zur Persönlichkeit wie zur Endstation.

Ferando Pessoa (álvaro de Campos)

Presse:

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Wem das nicht zu Herzen geht, der hat wohl keines. 13 Menschen ringen und reißen sich zusammen stellvertretend für das Publikum. Denn wer in der westlichen Leistungsgesellschaft lebt, weiß um die Hetz und Hast des Lebens. Und in den wenigen stillen Minuten keimt ein kleiner Glaube auf: Am anderen Ende ist der Himmel…. Das Theater Sycorax zeigt ein starkes Stück Himmel, das zu Herzen geht.
Westfälische Nachrichten

Es spielen:
Andreas Bäumer
Andreas Balke
Johannes Bayer
Alexandra Brink
Gerrit Hübner
Mechtild Klockenbusch
Ulrike Laubrock
Daniela Platz
Annerose Schäfer
Konrad Schönberger
Guido Terbaum
Alexander Wiedey
Anja Wilhelms

Künstlerische Leitung: Paula Artkamp, Manfred Kerklau
Regieassistenz: Marcell Lehnert
Textfassung: Paula Artkamp
Raum: Hans Salomon
Kostüme: Bettina Zumdick
Maske: Sabine Schubert
Lichtdesign: Volker Sippel
Musikauswahl: Paula Artkamp, Manfred Kerklau
Bearbeitung der Texteinspielungen: Kai Niggemann
Öffentlichkeitsarbeit: Rita Roring

Dank an Sebastian Otto, Frank Zöllner und Hannah Pelny
Dieses Projekt wurde unterstützt von: Kulturamt der Stadt Münster, Theater im Pumpenhaus, Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde Münster und des Münsterlandes e.V.

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