Tag Archives: Kritik

Testcard Kritik zu Ana Ott Tape mit Nils Quak

 

In der aktuellen Ausgabe der Testcard (Ausgabe #25 mit dem Titelthema “KRITIK”) schreibt Holger Adam:

Zum Schluss noch zwei Kassetten aus Duisburg. Dort sitzt das kleine Ana Ott Label und gibt sich alle Mühe, mit mutigen Veröffentlichungen nicht finanziell auf die Nase zu fallen. Zwei Tapes sind in jüngerer Vergangenheit erschienen, die neben der sehr guten Musik auch durch die hervorragende Gestaltung auffallen. Zum einen: FRANCE Live à l’Ottfest (Ana Ott), musikalisch die beste in Konserve erhältliche Live-Aufnahme des französischen Killer-Trios, das mit Bass, Schlagzeug und Hurdy-Gurdy alles in Grund und Boden spielt. Zum anderen: KAI NIGGEMANN / NILS QUAK Ein Abend am modularen Synthesizer (Ana Ott). Der Titel klingt nach Ohrensessel und Altherren-Hobby ? man sieht, in Duisburg hat man Humor. Musikalisch sind beide Seiten der Kassette sehr unterschiedlich. Niggemann am Buchla geht eher aufgeräumt zu Sache, Quak, mit Hang zum Chaos, gibt dem Zufall eine Chance und lässt auch Störgeräusche zu. So ein Synthesizer ist ja auch ein wildes Biest!

 

 

Westfälische Nachrichten Kritik zu “Kisten ohne Aufschrift”

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Hysterie – extreme Spannung weiß nicht wohin

Münster. Sie bleibt ein Rätsel. Und darf es bleiben. Die Hysterie. Auch Manfred Kerklau trägt in der neusten Produktion seines Theaters „Make“ nichts Definitives dazu bei. Zum Glück. Denn auf diese Weise verbreitet sein Poem „Kisten ohne Aufschrift“ jenes „hysterische Zirpen“, das die Atmosphäre der Inszenierung treffend beschreibt. Eines allerdings ist am Ende der lyrisch dichten Stunde klar: Mit dem Begriff Krankheit ist der Hysterie nicht beizukommen.
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Münstersche Zeitung Kritik zu “Kisten ohne Aufschrift”

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Flügelbruch der Fantasie

Tanz: “Kisten ohne Aufschrift” thematisiert die Krankheit “Hysterie”
Münster. “Lebte ich 300 Jahre früher, ich würde denken, ich wäre besessen.” Das sagt sie zweimal, einmal am Anfang, einmal gegen Ende des Stücks.
Dazwischen beschreibt sie ihre Zustände, die mit Angst, áœberdruss, ungezügeltem sexuellen Verlangen und drohendem Identitätsverlust zu tun haben.
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GIG Kritik zu “Kisten ohne Aufschrift”

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Schamlos, nicht verrückt

Kisten ohne Aufschrift – ein hysterisches Zirpen im Pumpenhaus Münster

Ein ungewöhnliches Duett. Eine Frau lacht, lacht mit jeder Faser ihres Körpers, und ansteckend. Eine andere Frau antwortet ihr, in einem anderen Universum, mit Trommelwirbeln ihrer blanken Fußsohlen auf dem Boden. Die lachende Frau ruft: “Ich will nicht lachen! Ich will nicht!” Aber ihre formulierte Gegenwehr hat kaum die Kraft, durch die Konvulsionen ihres herzlichen, qualfreien Lachens durchzudringen….
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