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Premiere “Ein Märchen” am tjg Dresden (17.12.16)

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Bereits am 17.12.16 fand die restlos ausverkaufte Premiere von “Ein Märchen” von blexbolex in der Regie von Nils Zapfe statt. Ich habe für die deutsche Erstaufführung von “Ein Märchen” (für Menschen ab ~4, Regie Nils Zapfe) die Musik konzipiert, einstudiert und kleine Klangmaschinchen gebaut. Dafür habe ich den Paradeiser-Geräusch-Koffer aus “L’Inferno – Re-Animation eines Stummfilms” weiterentwickelt und mechanische Klangerzeuger aus den unterschiedlichsten Materialien, die mittels Kontaktmikrofonen verstärkt werden auf der Bühne versteckt. Die Darsteller*innen stellen damit die Musik selbst auf der Bühne her…

Termine: http://www.tjg-dresden.de/spielplan.html

„Ein Märchen“ versammelt alle Zutaten, die ein Märchen ausmachen: Der böse Finsterling lässt die stolze Königin entführen. Ein Fremder macht sich auf die Suche nach ihr. Sein Weg führt ihn durch Wälder, die Wüste und ein Labyrinth.
Es sind nicht nur die altbekannten Motive, die die Faszination des Bilderbuchs „Ein Märchen“ des französischen Illustrators und Autors Blexbolex ausmachen: Der Geschichte liegt die Struktur des Kreisliedes zugrunde, sie ist gleichzeitig Erzählung und Erzählspiel. Ähnlich dem beliebten „Ich packe meinen Koffer…“ geben die SchauspielerInnen Begriff um Begriff dazu, verändern damit die Handlung und lösen immer neue, abenteuerliche Wendungen aus.

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Die Sächsische Zeitung schrieb dazu:

Als auf der kleinen TJG-Bühne erstmals das Saallicht gedimmt wird, fühlt es sich an wie früher in Cotta. Schnatternde Kinder, raschelnde Taschen, bekannte Schauspielergesichter. „Ein Märchen“ wird gegeben, aber Hausregisseur Nils Zapfe wirft alle Erwartungen über den Haufen. Eine riesige Luftmatratze wird zur Burg, eine Hexe mit Bändselhaaren wütet, die Königin wird auch mal von einem Mann gespielt. Wunderbares Assoziations- und Maskentheater für alle ab vier ist das, mit einer klaren Aussage: In diesem Haus, auch wenn es nun zentraler steht, sind Kinder keine unmündigen Konsumenten. Geschlechterklischees und Kitschtheater gibt es im Umkreis des Kraftwerks genug, „Ein Märchen“ beweist, das auch die Kleinsten gute Kunst verdienen.

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