Tag Archives: Buchla

2x Buchla 200e live in Berlin: Kai Niggemann & Henning Pertiet (aka Teitreph)

(click for full resolution)

Kai Niggemann & Teitreph aka Henning Pertiet improvise on Buchla 200e synthesizer

in a superb surrounding – the Gustav Adolf Bauhaus Kirche is the perfect place for music that seems to come from outerspace

Datum und Uhrzeit
So. 24. Juni 2018
19:00 Uhr – 22:00 Uhr MESZ

Veranstaltungsort
Evangelische Kirchengemeinde Gustav-Adolf
Herschelstraße 14
10589 Berlin

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TUMA-Kassetten Review von “Ein Abend am Modularen Synthesizer”

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Das Blog TUMA-Kassetten (Deutsch & English) hat einen Review über das Ana Ott Tape “Ein Abend am Modularen Synthesizer” (split von Nils Quak und mir) geschrieben, den ich erst jetzt entdeckt habe. Vielen Dank für die wunderbare Kritik!

 

Kai Niggemann und Nils Quak – Ein Abend am modularen Synthesizer

Die heutige Review ist eine Preview, denn die neue Kassette auf Ana Ott erscheint erst in ungefähr 10 Tagen. Die Mühlheimer waren aber so freundlich mir vorab ein Exemplar zu schicken – vielen Dank dafür! Ging das letzte Tape eher in die Richtung Krautrock und Shoegaze, so ist diesmal die Ausrichtung eindeutig elektronisch, aber auch hier scheint ein gewisser krautiger Ansatz durch. Wie beim letzten mal handelt es sich um einen Live Mitschnitt, allerdings nicht um ein Konzert im klassischen Sinne: Kai Niggemann und Nils Quak präsentieren jeweils ihre eigene Herangehensweise an modulare Synthese vor dem Publikum des Makroscopes.

Seite A: Kai Niggemann
Starten wir das Tape also mit Kai Niggemann und einem Arp Pattern, das sich bereits nach kurzer Zeit anfängt zu verändern, zu verschieben und damit neue rhythmische Figuren erzeugt. Mir gefällt das Tempo, in dem hier gearbeitet wird. Der Sound selbst ist relativ „frontal“ und Niggemann bringt die Veränderungen genau in dem Moment bevor es einem zu stressig wird. Eigentlich passiert die ganze Zeit etwas. Er spielt mit verschiedenen Emotionen, die er in seinem Publikum erzeugt. Ruhe und Stressmomente wechseln sich im Laufe der Performance ab. Die Rhythmik bleibt immer ähnlich und bildet somit einen roten Faden hindurch. Später gibt es noch einen Teil mit Sounds, der auf mich wie ein Klagelied unbekannter Wesen wirkt. Den Part finde ich etwas anstrengend, aber auch hier passt das Timing und dieser wird rechtzeitig von einem ruhigeren Drone abgelöst. Der Rest seines Sets verläuft dann reduzierter und subtiler. Eine Reise durch alle möglichen Stimmungen.

Seite B: Nils Quak
Die Herangehensweise von Nils Quak ist deutlich eine andere: Es beginnt mit einem langen Drone Pattern, das zuerst eher zurückhaltend moduliert wird. Die Sounds beginnen auseinander zu driften, ein LFO bringt Bewegung hinein. Hinzu kommen weitere Sounds, die mit LFOs moduliert und gegeneinander geschickt werden. Teilweise erinnert es an Sirenen und Fluggeräte. Die Änderungen sind viel subtiler. Ab etwa der Hälfte weicht das bisherige Pattern einem cineastischeren mit einem basslastigeren Grundsound und geisterhaften sweeps. Zum Ende hin wird es wieder etwas ruhiger. Insgesamt ist diese Performance langsamer, flächiger und homogener.

Das Tape hat eine leichte Betonung auf den Höhenanteil, wodurch das Eigenrauschen zwar hörbarer wird, aber dafür der Klang der verwendeten Sounds präziser wird. Die richtige Wahl hier, denn eine Bassbetonung hätte nicht viel gebracht. Die Aufmachung gefällt mir sehr gut. Ana Ott hat immer wieder interessante  Ideen und schafft es richtige Sammlerobjekte zu schaffen. Dieses mal ist die Kassette durchsichtig und einseitig mit Infos bedruckt, das Cover allerdings ist eine bedruckte Folie. Hält man also das Tape im Case gegen das Licht, so scheint es hindurch. Das Artwork kommt von Gabriele Klages.

Dieses Tape geht eindeutig in den Bereich der Klangkunst / experimenteller Musik. Entsprechend wird es von verschiedenen Leuten unterschiedlich aufgenommen werden. Spannend ist es allemal. Ich bevorzuge die A-Seite, da die Performance Kai Niggemanns m.E. etwas fordernder ist.
Link: https://anaott.bandcamp.com/album/ein-abend-am-modularen-synthesizer

 

(English after the jump)
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Strategies Against Totalitarianism – Sampler für die ACLU und gegen Trump (ab 15.12.17)

Nachdem im November 2016 Donald Trump zum Präsidenten der USA gewählt worden war, setzte die ACLU, die “American Civil Liberties Union” einen offenen Brief als ganzseitige Anzeige in die New York Times, mit der Ankündigung:

One thing is certain: We will be vigilant every day of your tenure as president. And when you ultimately vacate the Oval Office, we will do likewise with your successor
Als Musiker der ich der experimentellen Musikszene Neu-Englands schon seit Jahren eng verbunden bin (über verschiedene Releases, Kollaborationen und gemeinsame Live-Konzerte mit Künstler*innen des Labels “Voidstar Productions” und dem Umfeld), freute ich mich sehr über die Einladung an dem Compilation Projekt “Strategies Against Totalitarianism” teilzunehmen. Die Erlöse kommen der besagten ACLU zugute, wir alle (ein wildes Feld zwischen Læther Strip, Abstinence, Thomas Dimuzio und alten Voidstar-Labelmates wie Pine Tree State Mind Control und Ukuphambana) können so ein Zeichen gegen Trump und seine menschenverachtende, rassistische, diskriminierende, homophobe und frauenfeindliche Politik setzen.
Mein Beitrag “nichts mehr” enstand als Drone mit der Buchla 200e Electric Music Box und einem Sprachsample über den Tod als subjektive Erfahrung.
Release Termin ist der 15.12.2017 über Bandcamp.

Autonomaten (Paradeiser Productions) im Kloster Bentlage & Stiftskirche Vreden

 

Autonome Automaten. Künstliche Intelligenz. Maschinen, Menschen und der Freie Wille:

Auf der Bühne: Menschen und Apparate.
Im minimalen Aufbau mit Kabelchaos entsteht
ein mechanisches Musik-Märchen. Die Automaten
zwitschern und switchen autonom:
I am not even present. I am already Future.?

So entsehen Klanglandschaften und Situationen
zwischen Vogelbeobachtung und utopischem Entwurf.
Diemusikalischen Themen sind Glanz und Abglanz, Rauschen und Sinuston, Abgesang und Lobpreis.

Mit Synthesizern, DIY-Klangtisch und Looper
folgen die Autonomaten der Nachtigall in die
unendlichen Weiten der möglichen Re-produzierbarkeit
und schauen sich dort gründlich um. Sie suchen eine andere Welt
mit allen Mitteln das Freie in der Natur
der Obsession. Auch in Deiner.

Woher kommt diese Faszination? Und wie saehe ein
Schritt zurück zu den Ursprüngen aus…?
Der Schrei nach der Schönheit des Disparaten und
Dissonanten. #universum #welt something

Die Atmosphäre: eher morbid. 0bwohl, nein, da ist auch viel Hoffnung, Verwirrung, Vergessen und Erfahrung von Schönheit. Verwirrung, Vergessen und Erfahrung von Schönheit.

RUTH SCHULTZ Regie // SANDRA REITMAYER Co-Regie // THEO THER Libretto // HOLGER SPENGLER Stimme & Looper // JULIA NITSCHKE DIY-Klangtisch // KAI NIGGEMANN Buchla Electric Music Box

Eine Paradeiser Produktion im Auftrag des Kloster Bentlage und Kulturraum Stiftskirche Vreden im Rahmen der Reihe “Streng & Frei” und dem Bentlage Art Form Festival (BAFF). vielen Dank an Jan-Christoph Tonigs und Nikolaus Schneider

Termine:

Samstag 16.09.17 19:30 Uhr – Kloster Bentlage
Sonntag 17.09.17. 18:00 Uhr – Stiftskirche Vreden

Redshift Orchestra: “Thinking Light” (Debut EP, out on WAF80music/bandcamp)

Zusammen mit Mia Zabelka (Wien) bin ich Redshift Orchestra. im September 2016 haben wir unser Debut Release auf Bandcamp veröffentlicht.

Violine mit Elekronik meets Buchla 200e Modularsynthesizer — keine Angst for Noise und Distortion, aber ebenso vor abstrakt-poetischen Soundscapes.

Eine neue Stimme der elektro-akustischen Improvisation.

Zum Streamen und Download:

http://redshiftorchestra.bandcamp.com

Live mit “The Dorf” in Bielefeld, Köln, DortmundLive with “The Dorf”: in Bielefeld, Köln, Dortmund

Foto: Antonia Tabatha

The Dorf spielt noch drei Konzerte in diesem Jahr, bei allen drei bin ich mit auf der Bühne am Buchla 200e Modularsynthesizer:

27.11. Forum Bielefeld
10.12. Stadtgarten Köln
19.12. Domicil, DortmundFoto: Antonia Tabatha

The Dorf will perform three more concerts this year, I will join the band for all three shows, with my Buchla 200e modular synthesizer:

27.11. Forum Bielefeld
10.12. Stadtgarten Köln
19.12. Domicil, Dortmund