All posts by canine

About canine

Impressum: waf80 music kai niggemann johanniterstr. 17 48145 münster t. 0251-661833 (int'l: +49-251-66 18 33) f. 0251-661852 (int'l: +49-251-66 18 52)

Terminübersicht

es ist Zeit für eine Terminübersicht:

Paradeiser Productions live im Stream auf 674.fm
Wann: Mon 30 Jul 2018 – 18:00-20:00
Wo: Paradeiser Radio @674.fm

Yeah. A Message to You. Meaning in Noise. (online)
Wann: Mon 13 Aug 2018 – 20:00
Wo: Favoriten Festival/Digitale Residenz, Individuelle online Sessions ab 13.08.2018

The Dorf
Wann: Sat 25 Aug 2018 – 20:00
Wo: Droste-Tage, Havixbeck

Yeah. A Message to You. Meaning in Noise.
Wann:
Thu 30 Aug 2018 – 19:00
Wo: co/pop Convention/Köln, im Orakelzelt im IHK-Haus

Yeah. A Message to You. Meaning in Noise.
Wann: Fri 31 Aug 2018 – 19:00
Wo: co/pop Convention/Köln
im Orakelzelt im IHK-Haus

(The Dorf
VERSCHOBEN auf 2019!
Tivoli, Vredenburg, NL)

The Dorf
Wann: Thu 13 Sep 2018 – 20:30
Wo: Domicil, Dortmund

Kai Niggemann Buchla Solo live @ “Klirrbar Live Edition”
Wann: Fri 21 Sep 2018 – 20.00
Wo: Waggon Offenbach
http://waggon.blogsport.de/

Kai Buchla 200e solo live beim Dutch Modular Fest 2018
Wann: Fri 28 Sep 2018 – tba
Wo: Den Haag, de Besturing

The Dorf
Wann: Sat 29 Sep 2018
Wo: Audimax, Ilmenau

Kai Niggemann Buchla 200e Solo live

Wann: Thu 11 Oct 2018 – 20:00
Wo: Blaues Rauschen Festival,
Goethebunker, Goethestrasse 67, 45130 Essen

The Dorf
Wann: Wed 17 Oct 2018 – 20:00
Wo: Stadtgarten (Umlandfestival), Köln

The Dorf
Wann: Thu 18 Oct 2018 – 20:00
Wo: Domicil (Umlandfestival), Dortmund

The Dorf
Wann: Fri 19 Oct 2018
Wo: Jazzschmiede (Umlandfestival), Düsseldorf

Kai Niggemann (Buchla 200e) & Dmitri Griegoriev (Orgel)
Wann: Sat 10 Nov 2018
Wo: Lüdenscheid

The Dorf
Wann: Thu 20 Dec 2018 -20:30
Wo: Domicil, Dortmund

Lecture Performance / Action Discussion: Wieviel Wirklichkeit? – Softe Poetik in Zeiten radikaler Zeichen (Center for Literature, Münster)

img_7229.jpgOrt: Rüschhaus // Format: Lecture Performance / Action Discussion //Künstler*innen: Pascal Richmann Dorothee Elmiger Manuel Gogos Kai Niggemann. Foto (c) Dario Damiano

05. Oktober 2018 – 20:00 Uhr,
Center for Literature
Haus Rüschhaus
Am Rüschhaus 81
D-48161 Münster

 

„Ich versuche an den radikalen Zeichen vorbei zu kommen / Die deshalb so radikal sind weil / Weil die Zeichenmacher wissen / Dass solche Zeichen die sichtbarsten Zeichen sind“ – das sang Schorsch Kamerun, Sänger der Goldenen Zitronen, auf dem Album Die Entstehung der Nacht, damals, 2009.

Zehn Jahre später sind die radikalen Zeichen andere – nicht mehr nur blinkende Werbung, nervige Pop-Ups oder Überschriften, die drei Mal das Wort Sex enthalten. Rechtsextreme haben es geschafft, durch Medien, durch Sprache, durch gezielte Skandale die Zeichen zu radikalisieren, mit dem Ziel, die Zeiten zurückzudrehen.

Was, wie und wieso schreiben, während so etwas geschieht?

Hören wir Dorothee Elmiger und Pascal Richmann zu. Deren Texte sind sicher keine Antwort darauf, wieso sollten sie auch? Sie stellen klügere, dringlichere Fragen und geben auch noch Antworten, wie es nur die Kunst kann: mal spielerisch leicht, als wäre die Weltgeschichte ein Spaziergang, und dann im nächsten Moment mit voller Wucht in die Magengrube des Denkens.

 Die Fiktion war und ist doch das größte Problem, dachte ich noch, aber da kam auch schon der Kellner und servierte mir die dampfenden Nockerl.

— Pascal Richmann, Über Deutschland, über alles

Wer ist also Problem? Die Realität? Die Fiktion? Ihre Mischung? In der Tenne des Rüschhaus lesen die beiden Schriftsteller*innen, Elmiger aus Schlafgänger (DuMont 2014) und Richmann aus Über Deutschland, über alles (Hanser 2017), in denen sich Poetisches und Politisches, Roman-haftes und Essayistisches ununterscheidbar mischen.

Dorothee Elmiger lässt in einer hochpoetischen Textlandschaft Menschen aus unterschiedlichen Berufen, Generationen, Ländern aufeinandertreffen. So bringt sie Flucht, Exil und Grenzen in Miniaturen auf den Punkt (der aber schwebt) und schildert on the way, wie die westliche Welt zwischen eigenen Ansprüchen und Grenzen zerfällt.

Pascal Richmann folgt den Spuren der Deutschtümelei und der Nation als Fiktion durch ein dichtes Gestrüpp, vom Wartburgfest über die Wacht am Rhein und Leni Riefenstahl bis zum Dortmunder Borsigplatz und den eigenen Familiengeschichten. Furchtlos, mit brachialer Eleganz beweist er in seinem Debüt auch, dass Literatur satt an Zitaten UND Welt zugleich sein kann. Und muss.

Zwischen den Leseblöcken wummern, kratzt und knistert Musik von Kai Niggemann, Stücke von seinem Album Heart Murmur, sie holen uns kurz weg von den Worten. Dann wieder: ready – steady – go.

Im Anschluss an die Lesung diskutieren im Gartensaal Dorothee Elmiger und Pascal Richmann mit Manuel Gogos, Literaturwissenschaftler und Filmemacher, und mit: Ihnen. Yup. Kommen Sie und sprechen (mit)! Erkunden wir zusammen, welche soften Poetiken in diesem harten 21. Jahrhundert zu schreiben sind.

 Nun kann ich nicht von ihnen sprechen, ohne von mir selbst zu sprechen, und von mir kann ich nicht sprechen, ohne die Anwesenheit der anderen zu erwähnen, obwohl meine Situation sich gänzlich von der ihren unterschied, stand meine Unruhe doch in einem Zusammenhang mit ihrer Anwesenheit, mit meiner Beschäftigung als Logistiker, Import und Export, mit der Reise meiner Großmutter auf einem Kreuzfahrtschiff nach Nigeria, wo sie, das beweisen Fotos, von Bord ging, alles stand in einem Zusammenhang mit den Schlafgängern dieser Zeit.

— Dorothee Elmiger, Schlafgänger

2x Buchla 200e live in Berlin: Kai Niggemann & Henning Pertiet (aka Teitreph)

(click for full resolution)

Kai Niggemann & Teitreph aka Henning Pertiet improvise on Buchla 200e synthesizer

in a superb surrounding – the Gustav Adolf Bauhaus Kirche is the perfect place for music that seems to come from outerspace

Datum und Uhrzeit
So. 24. Juni 2018
19:00 Uhr – 22:00 Uhr MESZ

Veranstaltungsort
Evangelische Kirchengemeinde Gustav-Adolf
Herschelstraße 14
10589 Berlin

Tickets

[video] live Buchla 200e bei lsb.tv Cologne

In dieser Aufnahme vom 13. Januar 2018 spiele ich bei lsb.TV Cologne live. Es war ein Konzert für den Stream. Mit Graph, Bob Humid, Moogulator, Kai Niggemann, Kolinski Maingarth Wirtz vs Arnold und Ümit Han.

lsb.TV Cologne – Episode III / Chapter V // live recording of the cable TV live broadcast from Cologne (01-13-2018) via Alex Berlin TV (https://www.alex-berlin.de)

music: Kai Niggemann “Heart Murmur” (http://kainiggemann.com)

“Heart Murmur” by Kai Niggemann is available at Bandcamp: https://goo.gl/GxJHEK

visuals: Uli Sigg (http://www.ulisigg.de)

VJ Dioptrien (https://www.facebook.com/Diop3n)

camera: Vika Gurtovaj

directed by: Hope Whitestone (https://www.facebook.com/hopewhitesto…)

evil fairy in the background: Dr.Walker (https://www.facebook.com/DrWalkerAsbest)

Yeah. It’s a message to you. Meaning in Noise.

 

Am kommenden Freitag, 01.06.2018 spielt Meine Wunschdomain (www.meinewunschdomain.com), Julia Nietzsche und Knut Schultz auf dem Wiener aNOther Festival.

Ihre Arbeit “Yeah. It’s a message to you. MEANING IN  NOISE” featuret meine Klanginstallation “Meaning in Noise”. Diesmal orakelt das Orakel 40 Minuten lang mit dem gesamten Publikum!

Das Programm beginnt ab beiden Tagen um 19:00 Uhr und hat eine Menge spannender Produktionen und Beiträge. Wir freuen uns sehr über die Einladung und darauf, möglichst viel von dem Festival auch als Besucher*innen wahrzunehmen.

Adresse und alle Künstler*innen in barrierefrei nach dem Sprung.

Continue reading

“Die Zofen”-Projekt (Jean Genet) von Fabrisan: Kurzfilm mit Soundtrack von Kai Niggemann

Beschreibung: Experimenteller Film 3:10 min.

Team: Anton Töws ,Tamas Dobos, Fabian Holtz, Kai Niggemann, Viktoria Szabo, Gergely Fogarasi, Luca Toth

Das experimentelle Projekt interpretiert das Stück „Die Zofen“
des Dramatikers Jean Genet. Die Tragödie handelt von den Hausmädchen
Solange und Claire, die aufwändige sadomasochistische Rituale konstruieren
wenn ihre Herrin (die Madame) weg ist. Um sich aus den herabwürdigen und
boshaften Fängen der Madame zu befreien versuchen die beiden Zofen,
sie zu vergiften.

Die signifikanten Schlüsselszenen der Erzählung wurden im Cinemagraph Stil
inszeniert. Um den makaberen Ton der Inszenierung zu unterstreichen wurde sich
für eine Low-Key-Beleuchtung entschieden, welche durch die Barocker Malerei
inspiriert wurde.

Diese Ausleuchtung gab den Figuren einen epochalen und gleichsam theatralischen
Ausdruck. Die Dramaturgie der Kamera und das Sounddesign entfachen zusätzlich
das gewünschte Unbehagen und transportieren damit die Atmosphäre der Tragödie.

 

Jean Genet – The Maids

Solange and Claire are two housemaids who construct
elaborate sadomasochistic rituals when their mistress
(Madame) is away. The focus of their role-playing is the
murder of Madame and they take turns portraying both
sides of the power divide. Their deliberate pace and devotion
to detail guarantees that they always fail to actualize
their fantasies by ceremoniously „killing“ Madame at the
ritual‘s dénouement.

Cast: Xenia Töws (Solange), Julia Maria – Eiben (Claire),
Karin Puntzer (Madame)

Crew
Anton Töws – Producer, Director, Editor
Tamas Dobos – D.O.P
Fabian Holtz – VFX
Kai Niggemann – Music
Viktoria Szabo – Production Assistant
Gergely Fogarasi – Set Assistant
Luca Toth – Makeup

Fabrisan

TUMA-Kassetten Review von “Ein Abend am Modularen Synthesizer”

img_1568

Das Blog TUMA-Kassetten (Deutsch & English) hat einen Review über das Ana Ott Tape “Ein Abend am Modularen Synthesizer” (split von Nils Quak und mir) geschrieben, den ich erst jetzt entdeckt habe. Vielen Dank für die wunderbare Kritik!

 

Kai Niggemann und Nils Quak – Ein Abend am modularen Synthesizer

Die heutige Review ist eine Preview, denn die neue Kassette auf Ana Ott erscheint erst in ungefähr 10 Tagen. Die Mühlheimer waren aber so freundlich mir vorab ein Exemplar zu schicken – vielen Dank dafür! Ging das letzte Tape eher in die Richtung Krautrock und Shoegaze, so ist diesmal die Ausrichtung eindeutig elektronisch, aber auch hier scheint ein gewisser krautiger Ansatz durch. Wie beim letzten mal handelt es sich um einen Live Mitschnitt, allerdings nicht um ein Konzert im klassischen Sinne: Kai Niggemann und Nils Quak präsentieren jeweils ihre eigene Herangehensweise an modulare Synthese vor dem Publikum des Makroscopes.

Seite A: Kai Niggemann
Starten wir das Tape also mit Kai Niggemann und einem Arp Pattern, das sich bereits nach kurzer Zeit anfängt zu verändern, zu verschieben und damit neue rhythmische Figuren erzeugt. Mir gefällt das Tempo, in dem hier gearbeitet wird. Der Sound selbst ist relativ „frontal“ und Niggemann bringt die Veränderungen genau in dem Moment bevor es einem zu stressig wird. Eigentlich passiert die ganze Zeit etwas. Er spielt mit verschiedenen Emotionen, die er in seinem Publikum erzeugt. Ruhe und Stressmomente wechseln sich im Laufe der Performance ab. Die Rhythmik bleibt immer ähnlich und bildet somit einen roten Faden hindurch. Später gibt es noch einen Teil mit Sounds, der auf mich wie ein Klagelied unbekannter Wesen wirkt. Den Part finde ich etwas anstrengend, aber auch hier passt das Timing und dieser wird rechtzeitig von einem ruhigeren Drone abgelöst. Der Rest seines Sets verläuft dann reduzierter und subtiler. Eine Reise durch alle möglichen Stimmungen.

Seite B: Nils Quak
Die Herangehensweise von Nils Quak ist deutlich eine andere: Es beginnt mit einem langen Drone Pattern, das zuerst eher zurückhaltend moduliert wird. Die Sounds beginnen auseinander zu driften, ein LFO bringt Bewegung hinein. Hinzu kommen weitere Sounds, die mit LFOs moduliert und gegeneinander geschickt werden. Teilweise erinnert es an Sirenen und Fluggeräte. Die Änderungen sind viel subtiler. Ab etwa der Hälfte weicht das bisherige Pattern einem cineastischeren mit einem basslastigeren Grundsound und geisterhaften sweeps. Zum Ende hin wird es wieder etwas ruhiger. Insgesamt ist diese Performance langsamer, flächiger und homogener.

Das Tape hat eine leichte Betonung auf den Höhenanteil, wodurch das Eigenrauschen zwar hörbarer wird, aber dafür der Klang der verwendeten Sounds präziser wird. Die richtige Wahl hier, denn eine Bassbetonung hätte nicht viel gebracht. Die Aufmachung gefällt mir sehr gut. Ana Ott hat immer wieder interessante  Ideen und schafft es richtige Sammlerobjekte zu schaffen. Dieses mal ist die Kassette durchsichtig und einseitig mit Infos bedruckt, das Cover allerdings ist eine bedruckte Folie. Hält man also das Tape im Case gegen das Licht, so scheint es hindurch. Das Artwork kommt von Gabriele Klages.

Dieses Tape geht eindeutig in den Bereich der Klangkunst / experimenteller Musik. Entsprechend wird es von verschiedenen Leuten unterschiedlich aufgenommen werden. Spannend ist es allemal. Ich bevorzuge die A-Seite, da die Performance Kai Niggemanns m.E. etwas fordernder ist.
Link: https://anaott.bandcamp.com/album/ein-abend-am-modularen-synthesizer

 

(English after the jump)
///
Continue reading

Mit “Meaning in Noise” – Meine Wunschdomain auf der FIDENA (Bochum)

 

Die Fantastische Orakel-Agentur “Meine Wunschdomain” featurt meine Klanginstallation “Meaning in Noise” in ihrer neuesten Orakelperformance “YEAH, IT’S A MESSAGE TO YOU: MEANING IN NOISE”. Zwei bis drei Personen klettern mit der Wunschdomain in ein Zelt und lauschen in ihre eigene Zukunft. Anmeldung unbedingt erforderlich, es wird immer sehr knapp mit den Plätzen.

Das nächste Mal im Rahmen der FIDENA in Bochum:

Meine Wunschdomain (DE)
Yeah, it’s a message to you: MEANING IN NOISE.
Feat. Soundartist Kai Niggemann

Donnerstag, 10. Mai, 18:30-21:30 Uhr
Mittwoch, 16. Mai, 18:30-21:30 Uhr

Festivalzentrum | Rotunde

Pro Session können 2-3 Personen teilnehmen, Dauer: 30 Minuten

Eintritt frei | Anmeldung unter karten@fidena.de

Die neueste Orakel-Performance hilft den Gästen, persönliche Nachrichten aus der Zukunft zu empfangen – und ihre Visionen weiterzuleiten. Auf diese Weise finden sich Antworten auf die Frage, was wir jetzt konkret für eine lebenswerte Welt tun können. Aktives Abwarten – und Tee trinken. Enjoy!

Von und mit: Julia Nietzsche und Knut Schulzz
www.meinewunschdomain.com

Foto: ecce_Sebastian Becker

Buchla 200e live @ Superbooth, FEZ, Berlin 04.05.18

Am 04.05.18  spiele ich in Berlin auf der Superbooth, der weltgrößten Zusammenkunft, Messe, Festival und Creative-exchange über (Modular-) Synthesizer. Natürlich spiele ich dort auf meiner Buchla 200e Electric Music Box.

Ich spiele um 17:30-18:20 draußen auf der sehr schönen Seebühne und werde Vinyl-Schallplatten von Heart Murmur dabei haben.

Shout outs to the other Künstler*innen die auf der Superbooth spielen: GusGus, Die Angel (Schneider TM und Ilpo Väisänen von Pan Sonic), Steve H (auch mit Buchla 200e), An On Bast, Andrew Huang, Joker Nies, Max Loderbauer (mit NSI), Carolina Eyck, Islaja, Thomas Rehnert and many many more!

Außerdem zum ersten Mal auf der Superbooth: Buchla, USA!

Mehr Infos: https://www.superbooth.com