Kisten ohne Aufschrift. Ein hysterisches Zirpen. (update)

Tamami Maemura in “Kisten ohne Aufschrift”
Am 29. Februar 2008 (dem Schalttag) gab es die Premiere eines Stücks über das Thema Hysterie vom Label “MA-KE” aus Münster, zu dem ich einen Live-Musik und -Geräusch Soundtrack beisteuere. Hintergrundinfos, Literaturempfehlungen und (upd:) zwei Trailer gibt es nach dem Sprung.
(upd:) Weitere Termine:
Freitag 14.03.2008
Samstag 15.03.2008
Sonntag 16.03.2008

Das Stück

Tänzerin und Choreographin Tamami Maemura (die auch als Choreografin beim Madness & Arts Catwalk beteiligt war und das Stück “Etwas von mir” konzipierte) trifft auf die Schauspielerin Gabi Brüning. Es geht um das Krankheitsbild und die Geschichte der Hysterie.

Manfred Kerklau hat sich zum Tanztheaterstück Kisten ohne Aufschrift durch eine Topografie der Hysterie inspirieren lassen. Basis dafür ist die dramatisierte Bilderserie Iconographie Photographique de la Salpetriere von Jean Martin Charcot (1875-1878).

choreografie.jpg

Die Bilderserien der „Iconographie photographique de la Salpáªtrierᨠumfassen Photographische Tafeln, Zeichnungen und synoptische Tableaus. Sie wurden zur Dokumentation im Auftrage von Jean Martin Charcot, Leiter der Salpáªtriá¨re, angefertigt, um eine Topographie der Hysterie zu erstellen. Mit dem Aufkommen der Fotographie schien die Erfassung und Darstellung von Phänomenen an Objektivität gewonnen zu haben. Die aufwendige photographische Zeremonie hatte mit Sicherheit einen starken Einfluss auf die Symptome/ Phänomene. Die inszenierten, dramatisierten Bilder aus Charcots Serie sind die Quelle für Bildfragmente, Szenen und Projektionen jenseits von Benennungen und Aufschriften dessen, was in den „Kisten…“ ist. Aus der Ferne klingt ein hysterischen Zirpen und bewegt einen Tanz, der anrührt, beängstigt, heiter stimmt, wahnsinnig wirkt und verführt…

Das Theaterlabel MA-KE zeichnet sich aus durch kleinformatige, feinfühlige filigrane Arbeiten wie ZáœRN, Baby, Sexton oder Ich sterbe gleich Schatz. Manfred Kerklaus spezielle Sensibilität bewergt sich zwischen Psychologie, Wahrnehmung und nonlinearen ästhetischen Modellen.

“Der Tanz eines vom Himmel gefallenen Schmetterlings. Ein Anfall von Ohnmacht. Aus der Ferne ein hysterisches Zirpen.”

Kisten ohne Aufschrift: Ein Tanz – anrührend, beängstigend, wahnsinnig und heiter – zwischen Bildfragmenten, Szenen und Projektionen.

Video

Timelapse:

(youtube Zeitraffervideo der Generalprobe)

Trailer:

Trailer von Stefan Hollekamp

Beteiligte:

REGIE/KONZEPT Manfred Kerklau
TANZ / CHOREOGRAPHIE Tamami Maemura
SCHAUSPIEL Gabriele Brüning
MUSIK Kai Niggemann
VIDEO Stefan Hollekamp
RAUM Hans Salomon
LICHT Volker Sippel
KOSTáœME Bettina Zumdick
REGIEASSISTENZ Rike Voswinkel
GEFÖRDERT VON Kulturamt der Stadt Münster, vom Ministerpräsidenten des Landes NRW, Wyeth Pharma GmbH
IN KOPRODUKTION MIT dem Theater im Pumpenhaus, Münster

Termine:

Beginn jeweils um 20:00 Uhr
Freitag 29.02.2008
Samtag 01.03.2008
Sonntag 02.03.2008

Freitag 14.03.2008
Samstag 15.03.2008
Sonntag 16.03.2008

Karten: 12,- / 7,50 €
Reservierungen: 0251-233443 (Kartentelefon)
oder im Web: Theater im Pumpenhaus

Hörbeispiele

im Audioplayer in der linken Sidebar (der Seitenleiste, Flash-plugin erforderlich) gibt es einige Tracks aus dem Soundtrack von “Kisten ohne Aufschrift” zum Streamen:

“Waldklavier” – für das Ende des Stücks und “RiverRun PlayerPiano”, für den lebhaften Höhepunkt des Stücks.

Mehr Beispiele folgen noch.

Links

http://www.makelab.de/

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.