C(r)ash Europe

Bühnenprobe - Crash Europe

“C(r)ash Europe”

Ein Theaterstück von Tomasz Man
Uraufführung: am 28. März 2007, 19:30 Uhr (AUSVERKAUFT!**)
Städtische Bühnen Münster
Kleines Haus


Termine

Kostprobe im Kleinen Haus: Donnerstag 22. März, 19.00 Uhr
Theaterfrühschoppen im café arte: Sonntag, 25. März, 11.00 Uhr

Weitere Termine:

Freitag, 30. März, 19.30 Uhr (AUSVERKAUFT!**)
Samstag, 31. März, 19.30 Uhr
Sonntag, 01. April, 18.00 Uhr (!)
Mittwoch, 04. April, 19.30 Uhr
Donnerstag, 05. April, 19.30 Uhr
Donnerstag, 12. April, 19.30 Uhr
Samstag, 14. April, 19.30 Uhr
Mittwoch, 18. April, 19.30 Uhr (AUSVERKAUFT!**)
Samstag, 21. April, 19.30 Uhr Studententag: Studentenpreis: 4,50 EUR, Erstsemester: freier Eintritt
Samstag, 12. Mai, 19.30 Uhr (LETZTE VORSTELLUNG!)

** erfahrungsgemäß gibt es auch für “ausverkaufte” Vorstellungen noch Karten an der Abendkasse, besonders bei Premieren. Es passiert immer wieder, dass Abonnenten ihre Karten nicht abholen oder aus anderen Gründen reservierte Karten zurückgegeben werden. Es lohnt sich also, an der Theaterkasse noch mal nachzufragen.

Zum Inhalt des Stücks


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Was ist „Europa“? Gibt es eine europäische Identität? Wie lässt sich Europa am besten beschreiben oder sogar definieren? Gibt es eine europäische Kultur? Wie sieht das gegenwärtige Leben in Europa aus?

Ausgehend von diesen Fragen haben die Städtischen Bühnen Münster beim polnischen Autor Tomasz Man ein Stück in Auftrag gegeben. Der Beitritt Polens in die Europäische Union hat Mans Blick für diese Fragestellungen in den letzten Jahren geschärft. Er ist ein aufmerksamer Beobachter der gesellschaftlichen Entwicklungen. Tomasz Man interessiert, wie er in einem Artikel über polnische Dramatik in „Theater heute“ (Juli 05) zitiert wird, die Trias aus Kapitalismus, Krise und Geschwindigkeit, die in seinen Augen moralische Fragestellungen ergibt. Für Man ist die EU in erster Linie eine Wirtschaftsgemeinschaft, deren ökonomische Faktoren immer stärker die privaten Lebenssphären beeinflussen.

Den Titel des Stücks will Tomasz Man durchaus als provozierenden Imperativ verstanden wissen. Er soll herausfordern, den Zustand einer ökonomisierten Gesellschaft zu hinterfragen oder sich sogar von ihm zu befreien (‚crash’).

In zehn Szenen, die an einen Reigen erinnern, erzählt Man von elf Figuren, deren Schicksale über Geschäfts- und Liebesbeziehungen, Verwandtschaftsverhältnisse sowie Freundschaften miteinander verknüpft sind. Dass sich für Man aus der Krise moralische Fragestellungen ergeben, wird deutlich, da er das Geschehen der Handlung immer in Reibung zu Grundwerten menschlichen Gemeinsinns und Zusammenlebens bringt, wie sie sich in den Zehn Geboten finden. Die Figuren führen jede eine Art von Doppelleben, das sich aus ihren Lebensumständen, die von Korruption, Egozentrik, Neid und Eifersucht geprägt sind, zu ergeben scheint. Sie sind mal Opfer, mal Täter; sie sind mal öffentliche, mal private Personen; sie sind mal emotional, mal rational. Diese Gegensätzlichkeiten setzen die Figuren unter Druck, zehren an ihnen und müssen von ihnen ausgehalten werden.

Die Figuren haben ihren Bezug zu metaphysischen oder moralischen Instanzen verloren. Die Fähigkeit zu einer tiefer gehenden Kommunikation ist ihnen verwehrt und droht in einer Sprache zu versinken, die fast nur noch aus Oberfläche zu bestehen scheint. In ihren beschleunigten Lebensabläufen, fehlt den Menschen die Zeit, sich wirklich Aufmerksamkeit füreinander zu schenken. Und trotzdem hängen sie natürlich an ihren Liebesbeziehungen und sexuellen Obsessionen.

Mitwirkende:


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Benjamin Kradolfer – Peter, John
Francisco Medina – Asedin, Clemens
Carola von Seckendorf – Irma, Monika
Wendelin Starcke-Brauer – Hugo, Vittorio
Carolin M. Wirth – Ewa, Helena, Anna

Regie: Andre Sebastian
Bühne & Kostüme: Susanne Kudielka
Musik/Komposition: Kai Niggemann
Fotos: Stephanie Gudra

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